Vorgestellt: Erfahrung, Entwicklung und Rückkehr – Laura aus Berlin

Hallo Laura, wir freuen uns Dich als neues Mitglied bei uns im Verband begrüßen zu dürfen und bedanken uns, dass du dir Zeit nimmst dieses Interview mit uns zu führen.

Magst Du uns ein wenig mehr zu dir und deiner Person verraten? Wer bist du und wie bist du zum piercen gekommen?

Also ich bin die Laura komme aus Hessen pierce seit 2001/2002 (inkl Ausbildungszeit etc.) Ich bin tatsächlich durch reinen Zufall bei dem Plan meine angefangene Kauffrau im EH Ausbildung in einem Dekoladen zu beenden, in einem Klamotten/Tattoo-Piercingstudio gelandet und habe zwar keine Ahnung von der Materie gehabt aber fand das alles super spannend. Also hab ich meinen Schwerpunkt darauf gelegt und das piercen dort erlernt. (und nebenher meine Kauffrau im EH Ausbildung dort dann auch abgeschlossen).

Dankeschön! Was bedeutet Dir das Piercen persönlich und beruflich?

Da ich durch die oben genannten Umstände garkeinen vorherigen Bezug zu dem Thema hatte, wurde es schnell zu meinem Alltag der mich sehr intensiv verändert und geprägt hat. Piercen wurde dadurch zu meinem Alltag und ein Teil von mir. Etwas das ich gut kann und Liebe. 

Welche Schwerpunkte oder Themen liegen Dir in deiner Arbeit, neben dem Piercen, besonders am Herzen?

  • sehr viele aber auf 2 Herunterbrechen
  • für Die Kundschaft – sie bei Veränderungen und tatsächlich auch mal Lebens-Entscheidungen supporten zu können (sich piercen zu lassen bedeutet für viele Veränderung auch tieferer Art)
  • für unsere Piercernde-Bubble
  • support, weitergeben von wissen und Erfahrung, niemals auf der Stelle treten

Welche Tätigkeit als piercende Person wird, deiner Meinung nach, am meisten unterschätzt?

Das wir uns die Füße kaputt laufen und der Rücken irgendwann krumm wird.

Fehler passieren. Wie gehst du mit Situationen um in denen das Piercing nicht so gelungen ist wie Du das wolltest?

Je nach Situation: korrektur, entfernung, neustich, etc… 

Selbstkritisch aber Objektiv bewerten ob der Fehler für Abheilung oder Ergebnis bzw Kundschaft wirklich so relevant ist wie man es als piercende Person empfindet. (gesund entscheiden ob man die gepiercte Person so gehen lassen kann. Vorausgesetzte diese ist natürlich happy mit dem ergebnis.

Wenn relevant: ehrlich mit gepiercter Person darüber sprechen (wir sind keine Maschinen, es ist alles Handgemacht)

Gibt es Vorbilder oder Schlüsselmomente, die Dich in deiner Entwicklung als piercende Person beeinflusst haben?

Meine ersten Fortbildungen damals (Anfang der 2000er Jahre) waren sehr spannend  da man sich mit allen sehr auf Augenhöhe befand und Piercingstechnisches  somit eher Rountable mässig gelehrt undgelernt hat und die eigentliche  Fortbildungen an sich eher auf medizinischer Basis lagen…also im gemeinsamen erlernen von Fachwissen bzgl Hygiene- Haut-, Wundheilung- wissen mit Dozenten aus diesen Bereichen die Bereit waren und ihr wissen mitzuteilen. 

Jetzt wo Du offizielles Mitglied im VPP bist- was hat dich motiviert, Mitglied im Verband zu werden?

Ich habe den VPP damals mitgegründet und bin irgendwann mal leider ausgetreten nun ist die Zeit gekommen wieder zurückzukehren und ich bin sehr dankbar das mit diese Möglichkeit gegeben wurde.

Für deine Bewerbung müssen unterschiedliche Anforderungen erfüllt sein, welche war die größte Hürde für Dich?

Ich arbeite inzwischen in einem großartigen Studio dessen Stuidiophilosophie den VPP-Vorgaben absoult entspricht, somit war alles dafür quasi schon gegeben 🙂 

Was erhoffst Du dir von deiner Mitgliedschaft im Verband?

DIe Erhaltung des Verbands und dessen Philosophie von  Professionalität im Piercingbereich weiterzubringen.

Vielen lieben Dank für dieses Interview. Ich möchte Dir die Möglichkeit bieten zum Schluss noch etwas zu sagen. Gibt es noch etwas Persönliches oder Besonderes, das du gerne mit uns teilen möchtest?

 Liebe und Feenstaub!